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IQ "The Road Of Bones" 2014 Review

Grund Gütiger, ist das Album genial. Damit könnte auch schon alles gesagt sein, wäre da nicht der Titelsong, der mich seit einer Woche täglich begleitet und letztendlich den Ausschlag gab, warum mir dieses Review doch recht locker von der Tastatur klettert. Als eingefleischter Metal Maniac hat man natürlich nicht den Prog Rock Background der Extraklasse, jedoch kann ich mich noch sehr genau an meine erste akustische Begegnung mit Pink Floyd erinnern.

Das Fundament für besagte Floyd-Begegnung war ein englischer Ohrensessel, ein Schottischer Whiskey aus dem Hochland der Treibstoff und das Medium stammte aus dem Jahr 1973. Korrekt, schon drehten sich Sessel und Insasse dreidimensional in die Soundflächen von Dark Side Of The Moon. Zurück zu IQ, der Band, die sich bereits im Jahre 1981 gründete und seit jeher den Prog Rock ungemein bereicherte. Wenn man den dritten Ton einer freundlichen Dur-Tonleiter um einen Halbton verringert, begibt man sich zwangsläufig in die melancholische Welt der Molltonarten. IQ sind Meister darin und bewegen sich geschickt durch die dunklen Wälder besagter Tonart, wie eine unsichtbare Fee durch die musikalischen Gemäuer vergangener Epochen. Ihr Kompositionen stürzen deine Seele in ein tiefes Loch, nur um sie mit wunderschönen Melodien aus der einsamen Dunkelheit zurückzuholen.

Ihre Songs bauen sie dabei ähnlich auf, wie Pink Floyd, Anathema oder auch Monkey3. Überlange Songs - keinesfalls störend - begeben sich mit betörenden sowie flächigen Sounds langsam in die Arena melancholischer Klänge  und verschmelzen mit den übrigen Instrumenten zu einer gigantischen Soundwand, die auf ihrem Zenit, wie eine riesige Welle über dem Hörer zusammenbricht und sich langsam - wie mystischer Nebel in der Morgendämmerung - zurückzieht. Die ersten Sonnenstrahlen wärmen deine Seele, wenn der letzte Ton verklungen ist. Prog Rock Jünger werden "The Road Of Bones" wieder und wieder hören, versprochen. Über die musikalischen Fähigkeiten muss der Schreiberling wohl keine Worte mehr verlieren.

IQ entfachen auf "The Road Of Bones" ein gewaltiges akustisches Prog Rock Kino! (in Moll, versteht sich)

 

Dirk


 

VÖ: 16. Mai 2014 / Giant Electric Pea 


 


 

Postmortem "The Bowls Of Wrath" Review

Endlich,  das  Berliner Death / Thrash Abrisskommando  Postmortem  wirbelt mal wieder ordentlich Staub auf und donnert mit "The Bowls Of Wrath" sein derzeit siebentes Studio Album auf den Planeten. Es ist der Nachfolger vom  hochgelobten 2012er  Output  "Bloodground Messiah". Die Messlatte haben sich die Herren aus der Rock City schließlich selbst sehr hoch gelegt - ob es geklappt hat, den Vorgänger zu toppen, lest selbst!

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