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Fit For An Autopsy - Absolute Hope Absolute Hell - Review

Da haben wir sie wieder, eine dieser seltenen, blutbefleckten und bitterbösen Perlen, die der Deathcore hin und wieder ausspuckt. Dieses mal versohlen uns FIT FOR AN AUTOPSY mit "Absolute Hope Absolute Hell" gehörig den Hintern und zeigen, wieso es sich hin und wieder lohnt, die Lauscher auch für dieses Genre offen zu halten.

Mit dem bereits dritten Studioalbum zelebriert die sechsköpfige Kapelle aus New Jersey zudem die Premiere ihrer neuen Frontröhre Joe Badolato, der sich hinter Vorgänger Nate Johnson keineswegs verstecken muss. Die selfmade-Produktion von Gitarrist Will Putney (u.a. Produzent von Thy Art Is Murder) nimmt mit dem Titeltrack bereits kräftig an Fahrt auf und drückt dem Hörer sofort das Skalpell zwischen die Pommesgabel, welches bei "Wither" bereits munter hin und her geschwungen werden kann. "PUT ME IN A FUCKING GROUND!!" schallt es aus beiden Kopfhörern und spätestens jetzt liegt man selbst auf dem Seziertisch und ist bereit für die nächsten Messerschnitte des Ami-Sechsers. Immerzu treten FFAA dabei das Gaspedal durch, wetzen stets die Death-Klinge und setzen die Core-Schneide sehr gezielt ein.

Aufmerksame Zuhörer dürften schnell erkennen, dass Will Putney auf "Absolute Hope Absolute Hell" seine blutige Handschrift hinterlässt, die stark an die Thy Art Is Murder Schlachtplatte "Holy War" erinnert. Jedoch kommt zu keinem Zeitpunkt das Gefühl auf, nur eine billige Kopie zu Ohren zu bekommen - FFAA führen die Obduktion auf ihre eigene Weise durch. Das für ihre Verhältnisse ruhige "Ghosts In The River" unterstreicht dies eindrucksvoll. Ein besseres Zusammenspiel von atmosphärischem Riffwerk und Clean-Gesang auf der einen und Blastbeat-Geknüppel sowie einem wütendem Vokillist, dem man nachts nicht im Dunkeln begegnen möchte, auf der anderen Seite, durfte in diesem Jahr noch nicht an meinen Gehörgängen kratzen. Während "Mask Maker" eine ähnliche Richtung einschlägt, gibts mit "Hollow Shell" nach sachtem Beginn wieder voll vor die 12. "False Positive" öffnet die bereits zugenähte Wunde nochmal und metzelt sich mit technischer Finesse und Brutalität drei Minuten lang freudig durch das Trommelfell. Den Abschluss bildet das fünfminütige "Swing The Axe". Bis die Axt wirklich durch die Luft segelt dauert es zwar eine halbe Ewigkeit, dafür schließt sie das Drittwerk der New Jersey-Deather sehr ordentlich ab. 

FFAA entwickeln sich auf  "Absolute Hope Absolute Hell" vor allem selbst weiter. Produktionstechnisch gibts an dem Silberling überhaupt nichts zu meckern. Zudem hievt sich das Todes-Sextett auf eine Stufe mit den australischen Szenebrüdern Ty Art Is Murder und sollte mit diesem Songmaterial im nächsten Jahr auch die Festivals (bereits bestätigt für das With Full Force) der Republik in Schutt und Asche legen können.

 

Robby

8/10 Talker


VÖ: bereits am 2. Oktober 2015 erschienen - Label: eOne



 

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