1. Releases

  2. Interviews

  3. Live-Dates

  4. Verlosung

  5. Shirt-Talks

  6. wir hören



Anvil - Anvil is Anvil - Review

Na wenn das nicht 'ne richtig gelungene Oldschool Metal Scheibe ist. Anvil, die alten Haudegen, zeigen wieder einmal was es heißt, die richtige Musik zur richtigen Zeit zu komponieren. All das geschieht natürlich ohne überflüssige Anbiederung an gängige Trends.

Das lieben die Fans von Anvil und die, die es vielleicht werden wollen, werden es lieben lernen. Fakt ist, die Jungs sind schon sehr lange im Geschäft ("Hard 'n' Heavy" 1981 - 1. Album) und haben sich über all die Jahre eine treue Fanbase erspielt. Warum der große Erfolg bis heute ausblieb, weiß der Geier, doch darüber haben sich selbst Szenengrößen schon den Kopf zerbrochen. Im Übrigen sehr schön dokumentiert im 2008er  Film "The Story Of Anvil"

Chris Robertson, neu im Wirkungsfeld zwischen Hammer und Amboss, ist der neue Mann am 4-Saiter. Laut Lips hat er ordentlich frischen Wind mitgebracht. Mehr zu diesem Thema findet ihr in unserem Beitrag vom 20.11.2015.

Anvil sind echt oder passender Weise: „ANVIL is ANVIL"! "Wir sind was wir sind, und bleiben das was wir sind!" Genau das hört man dem neuen Album auch an. Eine super Produktion und ein sehr geiles Songwriting sind die besten Zutaten für einen kleinen Meilenstein. Die Scheibe klingt nicht nur wie aus einem Guss, sie ist ein verdammter Amboss - massiv und unkaputbar. Die Jungs haben ihre Spielfreude und ihren Enthusiasmus auf diesem Album erneut gefunden und perfektioniert. Es gibt einfach nichts, was irgendwie störend oder nervend klingt. Die Songs funktionieren hervorragend und klingen teilweise recht frisch, ohne dabei den typischen Anvil Sound zu vernachlässigen. Jawohl, man fühlt sich sofort zu Hause.

Song 1 - "Daggers and Rum“-  wird live bestimmt ein voller Erfolg, denn dieser Song (im Piratenflair) hat es mit seinem eingängigen Refrain wirklich in sich. Der nächste Punch wird mit dem Song "Gun Control" (Track 3) eingeleutet. Recht doomig und groovig geht’s hier zur Sache. Mit „Runaway Train“ (Track 5) dremmelt's recht flott weiter. Dieser Song besticht durch seine kompositorischen Finesse. Eine echte Überraschung, Freunde. Wow and Now!!! "I’ts your Move" - ein geiler Song,  bei dem man merkt, dass Lemmy und Motörhead zur Familie gehören. Ganz geschickt, ohne gleich übertrieben aufzufallen, wird hier dem Godfather gehuldigt. Sehr interessant umgesetzt. Ein wirklich verstecktes Highlight der Scheibe wurde auf Position 9 des Albums gesetzt. Bei „Fire on the Highway“, wird das Gaspedal titeldienlich durchgetreten. Hier fällt die Melodieline im Refrain mächtig ins Gewicht. Ja, so muss bodenständiger Heavy Metal klingen. Sauber!

Wer gedacht hat, das wars, den werden die Kanadier eines Besseren belehren. Mit „Run Like Hell“ (Track 10) haben sie noch einen richtigen Knaller im Gepäck. Der fast schon virtuose Mittelteil des Songs, ist oberamtlich und lässt mich sofort im Dreieck springen. Alle Songs im Detail zu bewerten erspare ich mir. Die hier Erwähnten gehören definitiv zu denen, die sofort herausstechen. Dieses Album sollte in jeder gut sortierten Sammlung seinen Platz finden. "Rock 'n' Roll...feel my soul...is Rock 'n’ Roll….Pflichtkauf, denn so hört: Anvil is Anvil!

 

Torsten

9/10 Talkern


VÖ: 26. Februar 2016 - Label: Steamhammer / SPV



 

TANKARD "R.I.B." 2014 - Review

Tankard haben erst im September 2013 ihre beiden Frühwerke "Stone Cold Sober" & "Two Faced" als Vinyl über Nuclear Blast Records wieder veröffentlicht. Im Oktober 2013 kamen dann die ersten Bierkrug-Meldungen aus dem Studio der Hessen-Thrasher und im Februar 2014 läuteten Tankard die Brauerei-Glocken zum zweiten Mal. Studio23-Report Numero eins verkündete bierselige Fortschritte in Form eines Berichtes von Olaf und Band-Betreuer Buffo. Danach ging es Schlag auf Schlag und so gab es kaum eine Woche, in der wir nicht von Gerre und seinen Jungs berichteten.

Weiterlesen ...