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SOTO - Divak - Review

Mit einem pompösen Intro führen uns S.O.T.O an ihren neuesten Longplayer "Divak" heran. Das Scheibchen erschien genau am 1. April, und zwar über das Label earMusic.

S.O.T.O haben mit "Divak" bereits ihr zweites Werk unter die Leute gebracht. Die Band um Sänger und Gitarrist Jeff Scott Soto, der unter anderem auch bei Axel Rudi Pell und Yngwie Malmsteen sein Unwesen trieb, spielt frischen und unverstaubten Heavy Rock, dessen Ausrichtung klar in Richtung Neuzeit tendiert. Je länger das Ding trudelt, desto mehr lassen sich Einflüsse aus dem Hause Disturbed definieren, aber auch Savatage & Co. haben ihren Spuren unweigerlich hinterlassen. Verwunderlich ist das beileibe nicht, denn Jeff Scott Soto wirkte auch auf dem 2009er TSO-Album "Night Castle" sowie dem 2015er Werk "Letters From The Labyrinth" mit.

Die Liste seiner Bands, Projekte und Gastspiele ist schier unendlich, was man der Musik - auch ohne großartige musikalische Vorbildung - definitiv anhört. Abwechslung steht auf dem Spielplan, der in der Tat alle Register zieht und von modernen stampfenden Riffs, Doublebass-Granaten, orchestralen Arrangements (Keys) bis hin zum gitarrenorientierten Classic Rock alles parat hält, was sich der geneigte Fan hochwertiger Kompositionen vorstellen kann. Kitschig wirkt das Material trotz der vielen Spielarten keinesfalls, doch die Bündelung dieser unzähligen Stile als auch des geballten Könnens birgt natürlich immer ein Problem in sich. Eingängigkeit und Wiedererkennung bleiben auf der Strecke, womit "Divak" weder leicht konsumierbare Kost noch potentielle Hits enthält. Wer brauch schon Hits, stellt sich jetzt bestimmt der ein oder andere die Frage. Was die Radiotauglichkeit angeht, stimme ich Euch einhundertprozentig zu, doch gerade im Bereich der Harmonien und auch Melodien hätte ich mir hier wesentlich mehr erhofft. Rein handwerklich geht "Divak" mehr als in Ordnung. Dafür sorgen geniale Bassläufe, furiose Soli und - ich erwähnte es eingangs - die Vielfältigkeit. Bezüglich der Benotung bin ich hin- und hergerissen, denke aber, dass 7,5 Talker durchaus gerechtfertigt sind. Mehr Hooks bitte, ansonsten ist "Divak" ein gutes Album, das von technisch versierten Musikern in Szene gesetzt wurde.

Dirk

7,5/10 Talkern 


VÖ: 1.4.2016 - Label: earMusic



 

Indian "From All Purity" 2014

Wenn deine Mitmenschen völlig genervt den Ort verlassen, an dem du deine geliebte Musik hörst, wenn sie sich umgehend Stille wünschen, verzweifelt um Linderung der Ohrenschmerzen betteln und nur absolute Stille ein finales Aufatmen deines Kritikers hervorruft, dann könnte es sein, dass Du entweder viel zu laut besagte Klänge konsumierst oder "From All Purity", das aktuelle Album der schwarzen Doomster aus Chicago im CD-Schacht liegt. Oft handelt es sich dabei um ernstzunehmende Anzeichen, die Folgendes garantieren: Hier ist ausnahmslos großartige Musik zu verzeichnen, die dir auf gar keinen Fall vom Mainstream genommen wird. So auch im Falle Indian. Bösartig, schleppend und kompromisslos walzen Indian auf "From All Purity" dem Untergang entgegen.

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