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Brutz und Brakel Stromgitarrenfest 2014 - Live Review vom 21.11.2014 - Live Review - Vae Victis und Rogash auf dem Brutz und Brakel Stromgitarrenfest 2014

Der Abend war jung, die Halle noch mäßig gefüllt, als die Schweriner Vae Victis die Bretter erklommen. Sie eröffneten den Reigen mit einer Mischung aus Black und Thrash Metal, eben jener Musik, mit der sie sich seit 2001 durch den Underground klöppeln. Vor der Bühne  ließ schon mal der ein oder andere Headbanger seinen Haaren freien Lauf. Nicht einfach, diesen Abend zu eröffnen, aber so richtig kamen Vae Victis nicht in Fahrt. Ein Blick in die Runde machte unmissverständlich klar, hier muss in Zukunft einiges passieren. Das anwesende Volk guckte unmotiviert ins Panorama und fühlte sich zu diesem Zeitpunkt keinesfalls unterhalten. Spätere Gespräche bestätigten unseren Eindruck. Carry on, Vae Victis!

Das Besondere am Stromgitarrenfest sind im Übrigen die Umbaupausen. Kaum hat sich ein Act verabschiedet, entsteht innerhalb kürzester ein geschäftiges Treiben auf der Bühne. Leute, oder besser gesagt, ganze Rudel von Menschen, die eben noch neben dir gestanden haben, wuseln auf einmal auf der Bühne herum. Das hat sich auch 2014 nicht geändert und so enterten nach kleiner Umbaupause - die seit 2009 bestehenden und aus der Universitätsstadt Jena stammenden - Rogash die Empore. Death Metal stand auf dem Programm, Death Metal der alten Schule, der so brachial und solide vorgetragen, zustimmendes Nicken der Anwesenden erzeugte. Die Growls des Vokalakrobaten Eric waren sehr markant und boten dem wütenden Sound der Saitenfraktion und des Fellverdreschers massiv die Stirn. Vor der Bühne wurde es langsam voller und irgendwie spürte man eine klare Steigerung zum Opener. Die Thüringer verkauften sich standesgemäß und hinterließen an diesem Abend einen bleibenden Eindruck.

Bevor es in Runde 3 geht, muss unser Zottel - noch völlig ergriffen und zu Tränen gerührt - lobende Worte an den Mann bzw. die Frau bringen. Nun hört doch: "Beim Stromgitarrenfest sind immer wieder die Getränke- sowie die Merchandising Preise lobend zu erwähnen. Die Freundlichkeit der Mitarbeiter vor und hinter dem Tresen ist ebenfalls der Rede wert. Auch allen anderen, die daran arbeiteten, dass der Gast sich wohlfühlte, muss man mal ein fettes Danke sagen!" (Hey Zottel, das nennt man betreutes Trinken und wahrscheinlich hast du keine Bekanntschaft mit der Tempelwächterin gemacht. Anm. Red.)