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CRIMSON SHADOWS "Kings Among Men" 2014 - Review

Zur Zeit vergreift sich die Veröffentlichungsflut wieder einmal verdammt an der Kapazität des menschlichen Gehirns. Napalm Records hat einige heiße Eisen im Feuer und dazu gehören definitiv Crimson Shadows aus dem fernen Kanada.

Wer sie noch nicht kennt, der wird sie alsbald kennenlernen. Crimson Shadows haben sich im Jahr 2006 gegründet, stammen aus Toronto - Ontario,  haben bisweilen 2 EPs sowie 2 Alben (incl. der aktuellen Langrille "Kings Among Men") hervorgebracht und spielen Highspeed-Melodic Death Metal, der sich kompromisslos im letzten Drittel messbarer Zeiteinheiten aufhält. Ich mag's schon mal aus dem Grund, weil das Schlachtross Crimsom Shadows ohne große Ankündigung losprescht und man während der gesamten Dauer des Albums das edle Tier nicht mehr zu fassen bekommt. Auf und davon, immer volles Programm & ohne Rücksicht auf Verluste, egal wer sich Crimson Shadows in den Weg stellt, er wird gnadenlos überrannt und wenn die Hufabdrücke im Gesicht nicht die Erlösung brachten, kann man sich die Entscheidung der Schlacht aus der Ferne ansehen, zumindest wenn sich die Klüsen noch an Ort und Stelle befinden. Welcome to the Battlefield!

Die Gewinner des Wacken-Battle-Contests 2013 haben diesen nicht ohne Grund für sich entscheiden können, denn Qualität trifft hier auf Geschwindigkeit, gutturaler Gesang auf Melodie und irgendwie steckt das Schwert die ganze verfluchte Zeit im Körper des Feindes, nämlich genau da wo es hingehört. Eine Achterbahnfahrt ist vielleicht ein guter Vergleich, doch gehört dieser Begriff nicht in die Lyrik für ein Review der Kanadier. Die Vorstellung, dass Crimson Shadows ihren Feind durch die unendlichen Weiten Kanadischer Wälder hetzten, gefällt mir schon viel besser. Ist der Widersacher zur Strecke gebracht, wird ein Lied draufgespielt. Siegreich und mit einem verschmitztem Lächeln im Gesicht, verkünden die grandiosen Soli Track für Track die frohe Kunde vom Niedergang des Feindes.

"Kings Among Men" ist wirklich gut und  bietet all das, was Melodic Death Metal vom Zaune brechen kann &  muss! Die Gitarrenarbeit von Greg & Ryan ist unglaublich genial und bildet das Grundgerüst für die Musik der Ahorn-Kämpfer. Obwohl ich den berühmt berüchtigten Hammer-Song vermisse, ist dieses Album ein Referenzwerk für ambitionierten, technisch hochwertigen und absolut ehrlichen Melodic Death Metal, der jede CD-Sammlung aufwertet und bereichert. Schwert hoch, Helm ab und allen erdenklichen Respekt.

 

Der Prior


VÖ: 29.8.2014 - Napalm Records



Broken Fate "Rising To The Dream" EP 2013 - Review

In der Schweiz braut sich seit geraumer Zeit einiges zusammen. Die Berge scheinen doch sehr viel mehr Eisenerz zu enthalten, als in den Achtzigern von Coroner, Celtic Frost oder auch Krokus zu Tage gefördert werden konnte, um nur ein paar Vertreter der alpinen Metal-Zunft zu nennen. Irgendwann muss aus den restlichen Erzreserven eben auch Stahl gemacht werden, nicht wahr? Und was für Stahl, denn Broken Fate kennen sich wohl bestens mit den Legierungen aus, die man benötigt, um eine fette Stahl-Bramme in Form eines Silberlings zu gießen. Die Produktion von "Rising To The Dream" ist doch sehr amtlich, obwohl Broken Fate noch kein Label im Rücken haben, gewusst wie.

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