1. Releases

  2. Interviews

  3. Live-Dates

  4. Verlosung

  5. Shirt-Talks

  6. wir hören



Annihilator - For The Demented - Album Review

Auf gehts - Annihilator haben wieder einmal abgeliefert. "For The Demented" heißt das neue Album der Kanadischen Thrasher um Mastermind Jeff Waters. Das Adjektiv schlecht können wir in der Discography der Vernichter zum Glück nicht finden. Vielmehr stellt sich Album für Album die Frage, ob und vor allem wie viel magische Momente es auf dem neusten Werk gibt.

Die ersten Töne werden wohl jedem Annihilator-Jünger mehr als bekannt sein. Eine klar definierte Eröffnung des neun Albums, die nichts anderes transportieren soll, als die eindeutige Aussage, dass der Kanadische Platzhirsch Annihilator soeben das Areal betreten hat. "Twisted Lobotomy" ist ein standesgemäßer Waters-Track, der sich im Arbeitsrhythmus von 6-Saiten-Massaker zu 6-Seitenmassaker vorarbeitet, wobei allein der Titel Schmerzen im Areal zwischen den Augen verursacht. Track 2 will es dem Opener gleichtun. Eine erste For The Demented-Erkenntnis beginnt sich langsam zu manifestieren: Produktionstechnisch greift Jeff und sein Gefolge nicht nach den Sternen. Zwar hat man dem allgegenwärtigen Standard Genüge getan, doch würde ich mir entscheidend mehr Druck in der Röhre wünschen. Mit "Pieces of You" gibts dann erst mal eine Halbballade auf die Ohren, die letztlich nicht nur zu gefallen weiß, sondern in ihrer Art verdammt an Metallica erinnert. Der erste Durchlauf entlockte mir ein freundliches "Na Freunde, was wird das denn?", doch unterm Strich frisst sich "Pieces of You" lässig in die Wahrnehmung des Zuhörers. Gefällt! Punkt!

Der Teufel, weißt Du - oder besser gesagt, der Dämon steckt im Detail. Im Detail steckt hier aber nur, dass "The Demon You Know" irgendwie an einen alten, bereits geschrieben Song erinnert. Quasi schon einmal gegessen, was uns die Vernichter hier auftischen. Wahrscheinlich irgendwo Mitte der 90er anzusiedeln. Dafür gibt es mit "Phantom Asylum" mächtig vor die Sabber-Leiste. Nicht nur, dass der 6. im Bunde etwas anders klingt, nö - hier wird der geneigte Fan vermutlich auch vom ersten magischen Moment heimgesucht. Spätestens ab 3:22 gehts unter die Haut, versprochen. Wer Veränderung mag, der kann diese durch "Altering the Altar" herbeiführen, eine klassische Annihilator-Abrissbirne, die für ansatzlose Kaltverformungen prädestiniert ist. Es folgt Track 8, geniale Gitarrenarbeit! Nicht alle beisammen? Dann ist der letzte Song ist für Euch! "Not All There" spricht mir aus der Seele. "No one understands me but I don't really care - cause I'm not all there" Wer kennt es nicht? Bekanntes Thema, gut umgesetzt, schmatzige Gitarre oben drauf, sauber! 

"For The Demented" benötigt ein paar Anläufe, um sein wahres Gesicht zu zeigen. Technisch brauchen sich Annihilator anno 2017 nichts mehr zu beweisen, doch der Kampf, ein Album zu veröffentlichen, das sich von all den Vorgängern abhebt, scheint auch für Annihilator die größte Herausforderung zu sein. Ich denke, Jeff und seine Jungs haben erwartungsgemäß Qualität abgeliefert. Freilich, "For The Demented" ist kein Überflieger, doch das Album enthält einige Höhepunkte und gehört somit in jede Sammlung. Amen!

Der Prior

8/10 Talkern


Tracklist: 1. Twisted Lobotomy, 2. One to Kill, 3. For the Demented, 4. Pieces of You, 5. The Demon You Know, 6. Phantom Asylum, 7. Altering the Alter 8. The Way,  9. Dark, 10. Not All There


VÖ: 03. November 2017 - Label: Neverland Music



Smash Into Pieces "Unbreakable" 2014 Review

Smash Into Pieces haben bereits am 14. März 2014 ihr Debüt Album "Unbreakable" veröffentlicht. Zur Zeit sind sie mit Amaranthe und Deals Death unterwegs, um dem Frühling entsprechend, eine ordentliche Portion gute Laune in die europäische Städte zu bringen. Und dafür haben sie auch allen Grund, denn ihr Album strotzt nur so vor großartigen Melodien. Man kann ihre Musik kurz und knapp als Modern Hard Rock bezeichnen. Nach dem ersten Durchlauf hätte ich mir etwas mehr Härte erbeten. Aber was soll's. Etwas mehr Knüppel aus dem Sack würde bedeuten, dass ich auch die 2011er In Flames einwerfen könnte. 

Weiterlesen ...