1. Releases

  2. Interviews

  3. Live-Dates

  4. Verlosung

  5. Shirt-Talks

  6. wir hören



M.I.GOD. - Specters On Parade - 2019 - Album Review

Bereits im Februar 2019 servierten uns die 2001 gegründeten Franken M.I.GOD. ihren neusten Leckerbissen "Specters On Parade". Ich sagte: Leckerbissen - ja, denn auf dem 2019er Album befinden sich einige Tracks, die uneingeschränkte Beachtung einfordern.

Kennt Ihr das Gefühl, wenn sich eine Melodie hinter Eure Trommelfelle kämpft, und ihr vor Freude alles fest macht, um mit angespannten Bauchmuskeln einen animalischen Schrei gen Firmament zu katapultieren? So geschehen nach dem zweiten Testlauf des dritten Langeisens der Nürnberger, die auf ihrer Website extra darauf hinweisen, dass der Bandname M.I.GOD. groß, ohne Leerzeichen mit insgesamt 3 Punkten geschrieben werden sollte.

Es ist wie es ist, nach etlichen Rotationen der CD, bin ich mir sicher, der jahrelange Kampf der Band hat sich wirklich mehr als gelohnt. Ein Kampf war es deshalb, weil M.I.GOD. anno 2013, nach absolvierter Tour mit Brainstorm, eine kreative Pause einlegen wollten, um mit Volldampf in die nächste Runde zu starten. Statt Volldampf, verabschiedeten sich 2 Bandmitglieder und zu allem Ungemach, verstarb im August 2017 ihr Bassist. Diese Umstände hätten fast das Aus bedeutet, doch M.I.GOD. rappelten sich wieder hoch. Warum auch sollte derart gutes Song-Material ungehört in der Versenkung verschwinden?

Wer modernen Auswüchsen der Hartwurst-Gemeinde wohl gesonnen ist, sollte einer Dezibel-Maschine seiner Wahl unbedingt "Specters Of Parade" in den Rachen werfen. Belohnt werdet ihr mit erlesenen Melodien und feinsten Klangwalzen. Die Produktion der Scheiblettte steht dabei breitbeinig auf einem soliden Fundament, während Track 21, Bonus-Song, Cover-Version und Höhepunkt des Albums, die Qualität der Band untermauert und letztlich für fette 8/10 Talkern sorgt. Empfehlung.

 

Dirk

8/10 Talkern


VÖ: 15. Februar 2019 - Label: Fast Ball Music


In Verbindung stehende Beiträge


 

Neaera - Armamentarium "2007"

Neaera? Metalcore? "Nee, nicht mein Ding" mag der Eine oder Andere denken. Scheiß der Hund drauf! Nehmt eure Scheuklappen und schmeißt sie in den Müll. Denn von den Metalcore-Wurzeln der Band ist zumindest für mich so gut wie nichts zu hören. Stattdessen regiert die Death-Metal Keule, garniert mit wütendem Gegrowle und Geschrei.Gegen Langeweile wird hier und da auch etwas Melodie serviert, so zum Beispiel im Titeltrack oder dem grandiosen "Synergy". Verschnaufpausen, Akustikgedöns oder gar Seelenstreichler gibts hier nicht, hier gibts von vorne bis hinten kompromisslos in die Fresse! Wer sich beim Wutklumpen "The Orphaning" nicht freiwillig selbst den Schädel abmontiert, dem ist wohl nicht mehr zu helfen. Antesten!

Jan