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SubconScious - Veil - Review

Die Stuttgarter Progressiv Death Metaller haben bereits in der schönen Maienzeit des laufenden Jahres ein finsteres Zeugnis ihres aktuellen Schaffens abgelegt. Gemeint ist hier das jüngste Album der Süddeutschen Frickel-Formation.

Dank der erst kürzlich beendeten Post-Eskapaden, erreichte uns dieses Werk erst vor ein paar Tagen. Seit 1990 treiben die Jungs aus Baden-Württemberg nun schon ihr Unwesen in der hiesigen Hartwurstlandschaft. Zwar mit Unterbrechung, aber was soll's, denn sie sind am Start und nur das zählt. "VEIL" ist das 5. Album in der Discographie von Subconscioius. Nummer 4 liegt sieben Jahre zurück und so ist es auch nicht verwunderlich, dass aufgrund mangelnder Präsenz,  der Bandname nicht unbedingt zum allgemeinen Sprachgebrauch im fortwährenden Szenegeflüster gehört. Das wird sich angesichts des neuen Ergusses hoffentlich ändern.

Sportlich kompliziert drückt der Schuldiner-geschwängerte Progressiv Death Metal aus den Kalotten, und zwar ohne dabei auch nur ansatzweise Langeweile zu versprühen. Es rackelt, zappelt, frickelt, rasselt und wummert an allen Ecken und Enden. Ein klassischer Songaufbau mit erkenn- und speicherbaren Strukturen lässt sich jedoch kaum ausmachen. Der Zuhörer ist darauf angewiesen, das sich stets ändernde Ereignis im geschundenen Klangmöbel als Quell seiner Begeisterung zu nutzen. Und ich bin gegeistert! Begeistert von der Leistung der Musiker, begeistert vom Schuldiner-Feeling und von der transparenten Durchschlagskraft der Produktion, auch wenn  sich die ein oder andere digitale Übersteuerung zu Wort gemeldet hat. Möglicherweise ist es gar Absicht oder die allgegenwärtige Rache lausiger mp3s.

"Veil" kann man auf alle Fälle wieder und wieder hören, es nutzt sich einfach nicht ab. Sicher, diesen Progressiv-Style im Todesblei-Gewand sollte man schon zu schätzen wissen, um sich des überaus intellektuellen Massakers auf der Überholspur erfreuen zu können, doch auch Genre-Laien werden zugeben müssen, dass "Veil" einen gewissen Anspruch hat und schon der musikalischen Leistung wegen nur in der Kategorie "gut" zu finden ist. Einzig der Gesang von Jörn Langenfeld dürfte des Öfteren emotionaler oder im Kehrreim einem klassischen Refrain ähnlicher sein. Will heißen, hier vermisse ich Abwechslung oder auch Akzente, die dem Ganzen die Krone aufsetzen. Dennoch, ein bemerkenswertes Album!

Anspieltipp: "The Path Of The Unskilled" (Track 8)

Dirk

8/10 Talkern!


VÖ: 22.5.2015 Label: Gallery Recordings / Indigo



ORIGIN - "Omnipresent" 2014 - Review

Freunde der Nacht, was ist das bloß für ein gottloses Gemetzel. Präzise und auf den Punkt genau schrauben euch Origin die Rübe ab. Man kann seinen Widersacher skrupellos aus dem Ring schlagen oder - wie im Falle von Origin - mit Stil und Technik von der Platte putzen. Feind tot, Ausführung fehlerfrei! Origin fordern dein ohnehin überlastetes Nervenkostüm heraus und bringen dich völlig schmerzfrei dem Gehörsturz empfindlich näher. Vielleicht ist das schon kein Geheimnis mehr, aber dennoch - auch wenn dieses Album bereits über einen Monat in den Läden steht - möchte hiermit gesagt sein, was unbedingt ausgesprochen werden muss.

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