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NECRONOMICON - Pathfinder Between Heaven And Hell - Review

Pathfinder...Between Heaven And Hell - haben wir bereits in unseren News vom 9. September 2015 angekündigt. Wer eine kurze Fahrt durch die Band Biographie machen möchte, der kann unterhalb des Reviews einen Blick nehmen. Hier heißt es jetzt direkt: "Volume-Regler auf Wandmassage gestellt und Strich drunter!

Sehr pathetisch - das Intro, meine Herren. Ein Metal Album so einzuleiten, baut nicht nur endlos Spannung auf, es macht auch unendlich neugierig und im Falle der Urväter von Necronomicon platzen wir fast vor Neugierde. Während die ersten Noten auf uns nieder gehen, assoziieren wird den Sound der Band um Gründungsmitglied Freddy mit alten Living Death- und Destruction-Attacken, die uns schon in den 80er Jahren aus der Reserve lockten. Eben jene Zeit, in der auch Necronomicon auf den Plan traten.

Das Ganze setzen Necronomicon sehr melodisch in Szene und damit packen wir die Jungs in die Schublade mit der Aufschrift "Melodic Thrash". Spätestens nach der zweiten Runde machen erste Highlights von sich Reden und so können Necronomicon mit dem Track "Betrayed" mächtig am Überzeugungs-Rad drehen. Melodie beherrscht diese Komposition, die ebenfalls mit feinsten Gitarrenläufen glänzen kann. 65 Minuten stehen auf dem Programm! Etwas langatmig, wie wir finden, auch wenn jeder Song seine Reize hat und das Album mit etlichen Lichtblicken aufwarten kann. "Alone in the Dark" zum Beispiel, fängt absolut hammergeil an, lässt aber mit zunehmender Aktivität des Zeiteisens nach. Keine schlechter Song, aber letztlich catcht der Abgang nicht unbedingt, um es vorsichtig auszudrücken und nicht das Wort uninspiriert zu verwenden. 

Unserem Torsten dürfte die Scheibe auch etwas mehr in die Fresse schlagen, zumindest sind das seine mehr als eindeutigen Worte gewesen, um dem Wunsch nach mehr Härte standesgemäß Ausdruck zu verleihen. Seiner Meinung nach ein Garant dafür, dass der Bekanntheitsgrad in diesem Genre zunimmt und diesen haben die alten Haudegen in der heutigen Zeit bitter nötig, wenn man mehr möchte, als "nur" persönliche Verwirklichung und Zufriedenheit. Zieht man die persönlichen Statements der Musiker heran, die zwischen den Tracks auftauchen, ist stark davon auszugehen, dass Necronomicon aber genau darauf setzen und das macht die Angelegenheit wiederum sehr sympathisch.

Für Metal zu thrashig, für Thrash zu melodisch, was der überaus geniale Rausschmeißer "Out Of Hell" noch einmal eindrucksvoll beweist. Ein gutes Album, das jedem Fan dieser Gangart empfohlen sei, doch 20 Minuten weniger Spielzeit hätten den Wirkungsgrad zwischen Heaven And Hell sicherlich erhöht. Dennoch, 7,5 Talker müssen her!

 

Torsten & Dirk

7,5/10 Talkern


VÖ: 27.11.2015  - Label: Trollzorn


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