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Slot Machine "The Jailhouse Tapes" Album Review

Was haben wir denn hier? Slot Machine sind keine Hacker, stammen nicht aus Las Vegas, haben mit Spielautomaten - bis auf den Bandnamen - nix gemein und sind auch nicht mit der gleichnamigen Rockband aus Thailand verwand.

Unsere Protagonisten stammen - wer hätte es gedacht - aus dem Raum Berlin und haben in diesem Frühjahr ein mehr als beachtliches Demo in Form einer detailverliebten CD abgeliefert. Und ja, Slot Machine machen keinen Metal, dafür bekommen wir auf "The Jailhouse Tapes" Seventies-geschwängerten Punkrock aus hauseigener Fassgärung geboten. Hin und wieder gibt es eine ordentliche Stonerdrönung, die das Album auch nach dem zwanzigsten Durchlauf unberechenbar macht. Du suchst eine Schublade, um "The Jailhouse Tapes" ordnungsgemäß abzulegen? Du wirst sie nicht finden! Oder haben wir es hier mit Progressivem Punk Rock zu tun, der locker & luftig aus einem konisch geformten Do It Your Self-Zigarillo wabert? Es ist wirklich schwer, den Slot Machine Sound einzuordnen. Damit wäre aber auch geklärt, dass Langeweile zu keinem Zeitpunkt aufkommen kann. Im Gegenteil, auf diesem Demo stehen sieben Tracks, die abwechslungsreicher nicht sein können, wobei "Red Right Hand" (Track 6) aus dem Hause Nick Cave stammt.

Besonders markant und unverwechselbar ist die Stimme von Sängerin Julia, die nicht nur einmal zu einer echten Frontröhre der Marke Kehlkopffräse avanciert. Ansonsten bewegen sich Slot Machine auf den Spuren von The Cult oder auch Punkbands der ersten Stunde bzw. im Fahrwasser vom Musikern, die zum damaligen Zeitpunkt noch nicht wussten, dass aus Ihrer Musik irgendwann mal ein bahnbrechendes Genre - namens Punk - werden sollte. Genau hier schlagen Slot Machine auch die Brücke! Seventies-Rock und Punk, ich meine sogar, dass ebenfalls ein paar Krümel Ska, Blues und Swing über die Jailhouse Tapes gestreuselt wurden. Wie dem auch sei, Slot Machine bedienen sich vieler Zutaten und haben mit diesem Demo ein bodenständiges, authentisches und vor allem kurzweiliges Stück Musik abgeliefert, dass nicht nur The Cult und The Damned Fans gefallen dürfte. Blues Pills sind gerade in aller Munde! Sollten Slot Machine irgendwann mal im Vorprogramm der multinationalen Überflieger spielen, ich würde mich nicht wundern. Sicher, es ist noch nicht alles Gold, was glänzt, aber darum haben wir es ja hier auch noch mit einem Demo zu tun. Anspieltipps sind definitiv "The Big Catch" (2) und der stark Stoner-Dessert-lastige sowie über acht Minuten lange 7. Track "BUFFALO", wobei "BUFFALO" mein absoluter Favorit auf den Jailhouse Tapes ist.

So, wer diese Art von Musik mag, der sollte das Teil definitiv anchecken. Auf der bandeigenen Website haben Slot Machine alle 7 Songs zur Verfügung gestellt.

 

Dirk

7/10 Talkern   


VÖ: März 2015  Label: Indipendent



 

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