1. Releases

  2. Interviews

  3. Live-Dates

  4. Verlosung

  5. Shirt-Talks

  6. wir hören



Grave - Out Of Respect For The Dead - Review

Century Media Records schickten dieser Tage gleich die zweite Todesblei-Walze ins Rennen. Während Malevolent Creation Anfang Oktober den Gottesacker mit ihrem aktuellen Album "Dead Man's Path" erschütterten, haben diese Herren hier sich aus Respekt vor den Toten etwas mehr Zeit gelassen.

Dass der heilige Boden dennoch nicht zur Ruhe kommen wird, dafür sorgen ab heute die Schweden Grave, die schon im letzten Jahrtausend in die Hall Of Fame des guten alten Death Metals eingezogen sind. Gerade weil Grave an ihrem Sound keine grundlegenden Änderung vorgenommen haben, konnten sie sich in den letzten drei Jahrzehnten diesen Kultstatus erspielen. Grave lärmen seit 1988, obwohl das nicht ganz richtig ist, denn schon 1986 öffnete sich das Grab, damals jedoch unter dem Namen Corpse. 1991 ging's für Grave im Zuge der damals wütenden Death Metal Welle richtig los. "Into The Grave", das Debüt Album der Band, tobte über den alten Kontinent und hinterließ reihenweise Respektsbekundungen seitens der Szene.

Fast 25 Jahre später liegt nun "Out Of Respect For The Dead" vor, ein Album, das klingt, als wenn kein viertel Jahrhundert vergangen wäre. Der Sounds erscheint nach wie vor dichtgedrängt, während sich die Saiten-Instrumente von Grave auch im Jahr 2015 wie beißendes Panorama-Riffing über Deine Wahrnehmung legen. Alles dicht, keine Pausen, keine trendigen Breakdowns, nur Tod und Verderben. Aus dieser Soundwand großartige Songs rauszuhören, ist in der Tat ein tödliches Unterfangen. Selbst wenn Soli an Deinen Nerven reißen, sägt und schreddert es munter weiter, solange bis Du freiwillig in die Kiste springst. "Aus Respekt vor den Toten" ist kompromisslos gut und zeigt keinen Respekt vor Deinem Nervenkostüm, das während des Konsums seinen Niedergang erfahren wird.

Ähnlich wie die UK- Deather Bolt Thrower walzen Grave ihre Breitwand-Abriss-Birne mit monotoner Brutalität über alles, was es bis hier her geschafft hat und leben möchte, wobei harmoniewürgende Gitarrensoli für die letzte Hochfrequenz-Wahrnehmung in Deinem Schädel sorgen. Aus Respekt vor den Toten ist dann wirklich Stille. Anspieltipp: Titeltrack "Out Of Respect For The Dead" & "Mass Grave Mass"

Der Prior

7,5/10 Talkern



VÖ: 16.10.2015  - Label: Century Media Records



 

Toxic Waltz - From A Distant View - Review

Wer sich dem Thrash Metal verschrieben hat, der muss im Jahre des Herrn 2016 mit einer ganz dicken Nummer um die Ecke kommen, sofern er sich nicht vor den riesigen Tross austauschbarer Nacharmer spannen lassen möchte, der noch immer mit wachsender Begeisterung alten Helden nacheifert.

Weiterlesen ...